Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter?
Ein externer Datenschutzbeauftragter kostet je nach Unternehmensgröße und Beratungsbedarf bei uns in der Regel zwischen 250 und 990 € netto pro Monat. Abgerechnet wird meist als feste monatliche Pauschale mit einem enthaltenen Beratungskontingent; zusätzlicher Aufwand wird über einen Stundensatz verrechnet. Wie hoch die Kosten genau ausfallen, hängt vor allem davon ab, wie viele Mitarbeiter Sie beschäftigen, welche Daten Sie verarbeiten und wie komplex Ihre Prozesse sind.
Welche Leistungen sind in den Kosten enthalten?
Ein externer Datenschutzbeauftragter ist nicht nur eine formal bestellte Person, sondern übernimmt eine gesetzlich definierte Rolle mit konkretem Aufgabenprofil. Die Grundlage bildet Art. 39 DSGVO. Zentrale Aufgaben sind:
- Beratung zur Einhaltung von DSGVO und BDSG
- Überwachung der Datenschutzprozesse
- Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde
In der Praxis bedeutet das: Unternehmen erhalten praxisnahe, risikoorientierte Beratung, die über reine Theorie hinausgeht. Besonders wertvoll ist die Fähigkeit, auch Graubereiche rechtlich fundiert zu beurteilen – ein Aspekt, der nur mit entsprechender Erfahrung möglich ist.
Transparente Paketpreise: Warum sie sinnvoll sind
Viele externe DSBs bieten ihre Leistungen in gestaffelten Paketen an. Ein transparentes Pricing hilft Unternehmen dabei, die Angebote einzuordnen und unrealistische Preisvorstellungen direkt auszuschließen.
Wir übernehmen die Aufgaben des externen Datenschutzbeauftragten bereits ab 250 € monatlich, inkl. 30 Minuten Beratung.
Eine ausführliche Übersicht zu unserer Dienstleistung und Beratung finden Sie auch hier: Externer Datenschutzbeauftragter in Berlin.
Unsere Pakete im Überblick
- Variante 1 – 250 € netto/Monat: feste Laufzeit 1 Jahr, 30 Minuten Beratung pro Monat, DSB-Bestellung inklusive.
- Variante 2 – 550 € netto/Monat: feste Laufzeit 1 Jahr, 2 Stunden Beratung pro Monat, DSB-Bestellung inklusive.
- Variante 3 – 990 € netto/Monat: individuelle Laufzeit, 4 Stunden Beratung pro Monat, DSB-Bestellung inklusive.
- Variante 4 – Individuell: individuelle Laufzeit und individuelles Beratungskontingent, DSB-Bestellung inklusive.
Die Bestellung bei der Aufsichtsbehörde ist in allen Varianten enthalten. Aufwände, die über die enthaltene Beratungszeit hinausgehen, werden mit 300 € netto pro Stunde berechnet.
Kostenmodelle: Pauschale, Stundensatz oder Projekt?
Für die Zusammenarbeit mit einem externen Datenschutzbeauftragten haben sich drei Abrechnungsmodelle etabliert:
Monatliche Pauschale (Retainer)
Das gängigste Modell: Sie zahlen einen festen monatlichen Betrag, der ein definiertes Beratungskontingent enthält. Der Vorteil liegt in planbaren Kosten und einem festen Ansprechpartner. Unsere Pakete beginnen bei 250 € netto im Monat inklusive 30 Minuten Beratung.
Abrechnung nach Stundensatz
Bei unregelmäßigem oder rein projektbezogenem Bedarf kann nach Aufwand abgerechnet werden. Über das enthaltene Beratungskontingent hinausgehende Leistungen rechnen wir mit 300 € netto pro Stunde ab. Projektbezogene Abrechnung
Für klar umrissene Einzelvorhaben – etwa eine Datenschutz-Folgenabschätzung oder den Aufbau eines Verarbeitungsverzeichnisses – ist auch eine projektbezogene Pauschale möglich.
Wovon hängen die Kosten ab?
Die monatlichen Kosten für einen externen Datenschutzbeauftragten richten sich vor allem nach diesen Faktoren:
- Mitarbeiterzahl: Je mehr Personen mit personenbezogenen Daten arbeiten, desto höher der laufende Betreuungsaufwand.
- Branche und Datenart: Werden besonders sensible Daten verarbeitet (z. B. Gesundheits- oder Finanzdaten), steigt der Aufwand entsprechend.
- Datenvolumen und Prozesskomplexität: Viele Verarbeitungstätigkeiten, eingesetzte Tools und externe Dienstleister bedeuten mehr Abstimmungsbedarf.
- Datenschutz-Reifegrad: Unternehmen mit bestehender Dokumentation starten günstiger als solche, die beim Datenschutz bei null beginnen.
Günstige Angebote – aber zu welchem Preis?
Angebote für externe Datenschutzbeauftragte, die deutlich unter Marktdurchschnitt liegen, beinhalten häufig keine juristisch fundierte Beratung. Diese Dienstleister sind oftmals keine spezialisierten Anwälte.
Die Konsequenz: Im Zweifel werden Risiken nicht richtig eingeschätzt – oder es erfolgt eine übervorsichtige Beratung, die produktive Prozesse unnötig ausbremst.
Ein externer DSB mit juristischer Qualifikation (z. B. Fachanwalt für IT-Recht) verfügt über die nötigen Kenntnisse der Rechtsprechung und kann in Graubereichen fundierte Entscheidungen ermöglichen.
Externer vs. interner Datenschutzbeauftragter: Ein Kostenvergleich
Oft vermutet: Der interne DSB sei günstiger. Doch das ist nur scheinbar so. Denn:
- Der interne DSB genießt Kündigungsschutz – ähnlich wie ein Betriebsrat
- Er bindet Arbeitszeit: 3–4 Stunden pro Woche sind bei kleineren Unternehmen realistisch
- Bei Zwischenfällen (z. B. Datenpanne) kann er über Wochen voll gebunden sein
- Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen sind notwendig
Häufig fehlt die nötige Tiefe an juristischem Fachwissen. Bei komplexeren Fällen wird dann doch auf externe Beratung zurückgegriffen – allerdings zu höheren Stundensätzen (etwa ab 350 € netto) und mit erhöhtem Aufwand zur Einarbeitung.
Ab wann entsteht eine Bestellungspflicht?
Ein externer oder interner DSB muss bestellt werden, wenn in der Regel mehr als 20 Personen mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Zusätzlich besteht eine Pflicht zur Benennung unabhängig von der Mitarbeiteranzahl, wenn sensible Daten (z. B. Gesundheitsdaten oder politische Meinungen) verarbeitet werden.
Warum Anwalt + Datenschutz-Expertise ein Vorteil ist
Ein externer DSB, der zugleich Fachanwalt ist, bietet einen praxisorientierten Lösungsansatz: nicht nur ein reines Aufzeigen von Risiken, sondern echte Umsetzungsvorschläge. Gerade in Bereichen mit wenig gefestigter Rechtsprechung (z. B. Tracking oder KI) ist das ein wertvoller Vorteil.
Ein solcher DSB bringt nicht nur juristische Tiefe, sondern auch Erfahrung in technikorientierten Unternehmen mit und kann damit auf Augenhöhe agieren – rechtlich sicher und dennoch unternehmerisch denkend.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter pro Monat?
Je nach Unternehmensgröße liegen die monatlichen Kosten für unsere Mandanten meist zwischen 250 und 990 € netto. Kleinere Unternehmen mit überschaubarem Beratungsbedarf starten bei rund 250 € netto im Monat.
Wie hoch ist der Stundensatz eines externen Datenschutzbeauftragten?
Über das im Paket enthaltene Beratungskontingent hinausgehende Aufwände rechnen wir mit 300 € netto pro Stunde ab.
Ist ein externer oder interner Datenschutzbeauftragter günstiger?
Auf den ersten Blick wirkt ein interner DSB günstiger. Tatsächlich entstehen aber erhebliche Kosten durch gebundene Arbeitszeit, Schulungen und den besonderen Kündigungsschutz. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie in unserem Beitrag Interner vs. externer Datenschutzbeauftragter – Kosten.
Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter für eine Arztpraxis?
Für Arztpraxen gelten wegen der sensiblen Gesundheitsdaten besondere Anforderungen, die den Aufwand beeinflussen können. Mehr dazu im Beitrag Externer Datenschutzbeauftragter für die Arztpraxis.
Fazit: Kosten ja – aber mit Mehrwert
Ein externer Datenschutzbeauftragter ist mit regelmäßigen Kosten verbunden – jedoch gut kalkulierbar. Im Vergleich zum internen Modell bringt er oft höhere rechtliche Qualität, deutlich geringeres Risiko und eine effizientere Umsetzung. Wer auf anwaltliche Fachexpertise setzt, vermeidet nicht nur Bußgelder, sondern fördert auch innovationsfreundliche Datenschutzlösungen.
Weitere Informationen zu Leistungen und Vorteilen: Datenschutzbeauftragter aus Berlin-Mitte.
